Claudio Bohórquez (Violoncello)

Der in Deutschland geborene Cellist peruanisch-uruguayischer Abstammung zählt zu den gefragtesten Musikern seines Instrumentes. Als Schüler von Boris Pergamenschikow war Claudio Bohórquez schon früh bei internationalen Wettbewerben erfolgreich. Dies gipfelte im Jahr 2000 mit dem Gewinn beim erstmals ausgetragenen Internationalen Pablo-Casals-Wettbewerb der Kronberg Academy: Neben dem Grand Prix und dem Sonderpreis für die beste Kammermusikinterpretation erhielt Claudio Bohórquez aus der Hand von Marta Casals Istomin das Goffriller-Cello von Pablo Casals als zweijährige Leihgabe. Beim Internationalen Musikwettbewerb in Genf errang er zudem den 1. Preis, der den Beginn seiner Karriere als Solist markierte.

Inzwischen unterrichtet Claudio Bohórquez selbst: Von 2011 bis 2016 war er Professor an der Musikhochschule Stuttgart. Im September 2016 wurde er an die Hochschule für Musik "Hanns Eisler" Berlin berufen, an der er bereits seit 2003 immer wieder als Gastprofessor unterrichtet hatte.

Claudio Bohórquez trat mit fast allen deutschen Rundfunkorchestern, namhaften sächsischen Orchestern und weiteren Orchestern in Heilbronn, Wien, Basel, Paris, Toulouse, Zürich, der Academy of St. Martin in the Fields, der Tschechischen Philharmonie, dem Russischen Nationalorchester und den Warschauer Philharmonikern auf.

Claudio Bohórquez arbeitete bisher mit namhaften Dirigenten, u.a. Daniel Barenboim, Christoph Eschenbach, Sir Neville Marriner und Krzysztof Penderecki. Er ist bei zahlreichen Festivals u.a. in Puerto Rico, London oder Warschau zu Gast.

Konzertreisen führten ihn schon mehrfach in die USA, nach Finnland, Warschau oder auch nach Japan, da z.B. auch für Trioabende mit Daishin Kashimoto, Violine, und Yu Kosuge, Klavier.

Neben zahlreichen CD-Einspielungen, Rundfunkaufnahmen und Fernsehauftritten wirkte Claudio Bohórquez als Interpret für den Soundtrack von Paul Englishby zum Film "Ten Minutes Older – The Cello" mit, der weltweit in den Kinos zu sehen war. Gemeinsam mit dem Maler Klaus-Peter Kirchner entwickelte Claudio Bohórquez das Installations-Projekt "Raum für Pablo Casals" als Hommage an diesen großen Cellisten. Im Juli 2018 erschien bei Berlin Classics eine neue CD mit den Sonaten von Johannes Brahms und einigen Bonustracks gemeinsam mit Claudio Bohórquez‘ Duo-Partner Péter Nagy. Diese CD ist für den Preis der Deutschen Schallplattenkritik nominiert.

Seit der Saison 2017/18 ist Claudio Bohórquez künstlerischer Leiter der Schlosskonzerte und Konzerttage Winnenden.

Claudio Bohórquez spielt ein Violoncello von G. B. Rogeri, das ihm von der Landeskreditbank Baden-Württemberg zur Verfügung gestellt wird.