Dienstag
Am ersten ganzen Tag in Rom haben wir um 7:30 Uhr gefrühstückt. Das Frühstück war sehr lecker, es gab einfache Brötchen, süßes Gebäck, Cornflakes, verschiedene Säfte und andere Getränke.
Dann sind wir zum Palatin gewandert und konnten über diesen Hügel zum berühmten Forum Romanum laufen, wo wir einige Referate gehört haben. Auf dem Forum konnten wir viele Ruinen sehen, aber auch besser erhaltene Bauwerke wie die Curia, Triumphbögen oder einige Tempel. Es war relativ warm, wir konnten in der Sonne ohne Jacken herumlaufen und haben viele Fotos mit dem wolkenlosen Himmel im Hintergrund gemacht. Nach einiger Zeit sind wir schiefe, anstrengende Treppen hinaufgewandert, um einen Panoramablick auf das Forum Romanum zu bekommen und eine kleine Pause zu machen. Dort gab es viele Orangenbäume mit reifen Orangen.
Später sind wir zu den Caracalla-Thermen gelaufen und hatten zwischendurch einen schönen Blick auf den Circus Maximus und das Kolosseum. Vor dem Eingang der Thermen konnte man zwei Modelle sehen, einmal eine Rekonstruktion und einmal, wie sie heute aussehen. In den Caracalla-Thermen haben wir auch ein Referat gehört und uns die verschiedenen Räume wie das Caldarium (Warmwasserbecken) und das Frigidarium (Kaltwasserbecken) angeschaut. Wir konnten auch einige schöne Mosaike sehen, meistens geometrische Muster, aber auch aufwendigere Kunstwerke und auch ein Bild von Maria, das nicht aus der Antike stammt, sondern deutlich später entstanden ist. Dann konnten wir zum Glück eine weitere Pause auf einer Wiese mit einem schönen Brunnen machen und etwas essen.
Kurz darauf sind wir wieder weiter zu den Kaiserforen gelaufen. Dort haben wir ein Referat zum Augustusforum und zum Trajansforum, auf dem die Trajanssäule steht, gehört.
Gleich darauf sind wir an einer riesigen U-Bahn-Baustelle vorbei weiter zum Nationaldenkmal gegangen, das von (fast) überall aus Rom zu sehen ist, wozu es (natürlich) auch ein Referat gab.
Kurz darauf kamen wir zur Santa Maria Aracoeli mit der Himmelsleiter. Nach einem anstrengenden Treppenaufstieg gingen wir in die Kirche hinein. Dort wurden wir von atemberaubenden Gemälden, Decken und Statuen beeindruckt. Doch auch der Altar und die verschiedenen Seitenkapellen waren wunderschön. Von den Decken hingen große kristallbesetzte Kronleuchter. Der Boden war mit vielen verschiedenen Marmorplatten bedeckt. Nach einem kurzen Weg gelangten wir zu den Kapitolinischen Museen. Nach einer kurzen Warteschlange mussten wir unser Gepäck abgeben und sind mit der Gruppe in dem ersten der beiden Museen umhergelaufen. Dort konnten wir viele berühmte Kunstwerke wie die Statue von der Wölfin mit Romulus und Remus bewundern. Durch alte Gänge konnten wir von dem ersten in das zweite Museum gelangen, das wir selbst erkunden durften. Zwischendurch bot sich uns erneut ein atemberaubender Überblick über das Forum Romanum. In dem zweiten Museum gab es unter anderem einen Souvenirshop und eine Sonderausstellung über Schmuckstücke. Nach den Museen sind wir zu den Tempeln auf dem Forum Boarium gelaufen. Anschließend sind wir über eine Brücke auf die Tiberinsel gelangt. Dort konnten wir uns bei einer Eisdiele ein Eis holen.
Nach der Pause auf der Tiberinsel mit dem leckeren Eis, wo es manche Jungs ein bisschen mit den Portionen übertrieben haben, sind wir über mehrere Straßen zum Stadtviertel Trastevere gegangen, wo wir später auch zu Abend gegessen haben. Aber zuvor sind wir, weil das Wetter so gut war, über verwinkelte Straßen und verwachsene Treppen zum Gianicolo-Hügel gelaufen. Dort bot sich uns ein atemberaubender Sonnenuntergang über Rom, den jeder fotografiert hat. Dazu spielte jemand auf der Gitarre italienische Lieder. Kurz darauf sind wir in der einbrechenden Dunkelheit zum Abendessen zurück ins Viertel Trastevere gegangen. Um 20:30 Uhr haben wir uns dann wieder auf dem Hauptplatz eingefunden. Da wir noch auf die anderen Gruppen warten mussten, haben wir uns auf einen Brunnen gesetzt. Zwischendurch wurden uns immer wieder Rosen, Powerbanks und eigenartige Spielzeuge angeboten. Kurz darauf bekamen wir die Nachricht, die uns alle zerstören sollte: Frau Röttger und Herr Reißel hatten keine Tickets für die U-Bahn bekommen. Kurzzeitig war der Plan: Wir laufen zu Fuß zurück zum Hotel. Obwohl uns wohl allen die Füße weh taten, hatten wir keine Wahl. Zum Glück haben wir dann doch noch Tickets bekommen und durften uns in einen überfüllten Bus quetschen. Mit dem Bus sind wir dann zum Bahnhof gefahren und von dort zum Hotel gegangen. Dort sind wir todmüde ins Bett gefallen und für uns stand fest: Das war der anstrengendste Tag dieser Fahrt und auch der mit den meisten Schritten: 30.000 und ca. 23 km. Das haben wir danach nicht mehr getoppt.
Carla, Lea

