Nabil Shehata (Kontrabass) - Künstlerischer Leiter

Als Sohn deutsch-ägyptischer Eltern erhielt Nabil Shehata im Alter von sechs Jahren zunächst Klavierunterricht von seiner Mutter, langjähriger Musiklehrerin am Domgymnasium Verden. Anschließend begann er mit dem Kontrabassunterricht bei Thomas Zscherpe, woraufhin ein Studium bei Michinori Bunya und Esko Laine folgte.

 

Er ist Gewinner zahlreicher internationaler Wettbewerbe, einschließlich des ARD-Musikwettbewerbs, in dem er neben dem ersten Preis auch den beliebten Publikumspreis erhielt. Im Herbst 2006 wurde Nabil Shehata mit dem niedersächsischen Praetorius-Musikpreis ausgezeichnet.

 

2003 verpflichtete ihn die Staatsoper Unter den Linden Berlin als 1. Solo-Kontrabassisten, von 2004 bis 2008 war Nabil Shehata 1.Solokontrabassist bei den Berliner Philharmonikern. Als Solist spielte er mit namhaften Orchestern, darunter dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, den Berliner Philharmonikern und den Bremer Philharmonikern. In der Saison 2009/2010 war er u.a. als Solist im Wiener Musikverein zu hören.

 

Er ist gern gesehener Gast bei renommierten Festivals weltweit und zu seinen musikalischen Partnern gehören Thomas Quasthoff, Nikolaj Znaider oder Daniel Barenboim. Shehatas besondere Liebe gilt dem Recital und der Kammermusik. Mit Kollegen der Berliner Philharmoniker und Tatjana Vassiljewa begründete er das Philharmonische Streichquintett.

Seine Laufbahn als Dirigent begann Nabil Shehata, der Chefdirigent der Kammeroper München, im Jahre 2006, nach Anregungen und Unterricht von Daniel Barenboim, Rolf Reuter, Lawrence Foster und Christian Thielemann.

 

Nach ersten Erfahrungen in der Arbeit mit verschiedenen Jugend- und Kammerorchestern gab er im Jahr 2007 sein von der Kritik hoch gelobtes Dirigierdebut in Cottbus und dirigierte schon im darauf folgenden Jahr das Simon-Bolivar-Orchester.

 

Danach dirigierte er Orchester in der ganzen Welt, unter anderem das RSB Berlin, die Düsseldorfer Symphoniker, die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, das Rundfunkorchester in Ljubljana, das Orchestre National du Capitole de Toulouse, das Orchestre National des Pays de la Loire, das Bilbao Symphony Orchestra, das Evermay Chamber Orchestra in Washington, das Osaka Philharmonic Orchestra, das Kyoto Symphony Orchestra, das New Japan Philharmonic Orchestra.

 

Nach der erfolgreichen Sommerproduktion „Der Diener zweier Herren“ mit der Kammeroper München im Jahre 2011 wurde Nabil Shehata vom Orchester mit sofortiger Wirkung zum Chefdirigenten ernannt. Seitdem leitet er die Produktionen des Ensembles. Die Kammeroper München veranstaltet zusätzlich zum Opernrepertoire eine Reihe von Sonderkonzerten. Am 8. März 2019 wird Nabil Shehata als Gastdirigent bei den Bremer Philharmonikern Werke von Dvorak, Gershwin und Barber zu Gehör bringen.

 

Daneben liegt Nabil Shehata die Förderung des musikalischen Nachwuchses sehr am Herzen. Großes Engagement gilt dabei dem West-Eastern Divan Orchester, zu dessen langjährigen Mitgliedern er gehörte. Als Initiator und künstlerischer Leiter des Kammermusikfestes Verden kehrt Nabil Shehata nun jährlich für ein Wochenende im Mai zurück in seine Heimatregion, um auch dort, fernab der großen Metropolen, hochkarätige Musik zu präsentieren, wovon sowohl das Schulleben des Domgymnasiums als auch die Kulturlandschaft rund um Verden profitieren.

Tim Park (Violoncello)

Tim Park wuchs als Sohn koreanischer Eltern in New York auf und begann mit acht Jahren, Cello zu spielen. Mit elf Jahren wurde er an der Juilliard School aufgenommen und setzte danach seine Studien an der Yale University bei Aldo Parisot fort. Es folgten Abschlüsse an der Lübecker Musikhochschule bei David Geringas und an der Hochschule für Musik »Hanns Eisler« in Berlin.

 

Als Konzertsolist sowie mit Solo- und Kammermusikprogrammen trat er in bedeutenden Konzertsälen der Welt auf. Als leidenschaftlicher Kammermusiker war er beim Jerusalem Chamber Music Festival, den Bach-Festwochen Ansbach, dem Schleswig-Holstein Musikfestival, dem Lucerne Festival, dem Klavierfestival Ruhr, dem Musikfestival Mecklenburg-Vorpommern sowie auf dem internationalen Kammermusikfestival Musique à l’Empéri in Salon (Frankreich) zu erleben.

 

Seit der Gründung des Erlenbusch Streichquartetts 2005 ist Tim Park dessen Cellist. In Berlin ansässig, trat das Quartett in der Berliner Philharmonie, dem Wiener Musikverein, dem Arnold Schönberg-Center Wien, der Philharmonie Luxemburg, in Genf, beim Klavierfestival Ruhr und beim Jerusalemer Kammermusikfestival auf.

Tim Park spielt ein Cello von Gennaro Gagliano aus dem Jahr 1740.

Chen Halevi (Klarinette)

Chen Halevi ist derzeit einer der vielseitigsten Klarinettisten überhaupt. Sein Interesse gilt der Alten Musik (auch auf historischen Instrumenten) genauso wie der Klassik und der Neuesten Musik unserer Zeit. Er ist einer der führenden Klarinettenvirtuosen der Welt und spielt sowohl als Solist als auch in Kammermusikbesetzungen.

 

Chen Halevi wurde in der Negev-Wüste in Israel geboren und lebt heute in Paris. Bereits als 15-Jähriger gab er mit dem Israel Philharmonic Orchestra unter Leitung von Zubin Metha sein Debut. Seitdem hat er mit vielen führenden Orchestern in den USA, Europa und Japan zusammengearbeitet, darunter mit dem NDR-Sinfonieorchester Hamburg, dem Deutschen Sinfonieorchester Berlin, dem New York Philharmonic Orchestra, dem Tokyo Symphony Orchestra, dem Jerusalem Radio Orchestra und anderen.

 

Eine tiefe Liebe verbindet ihn mit der Kammermusik. Diese hat ihn mit großartigen Künstlern zusammengeführt, darunter Pinchas Zukerman und Christoph Eschenbach. Außerdem hat er mit bekannten Quartetten wie z.B. dem Fine Arts-, dem Miro-,dem Vogler- und dem Kronos-Quartett gespielt. Häufig ist er außerdem mit dem Doric String Quartet zu hören. Weiterhin nimmt Chen Halevi an zahlreichen Festivals teil, z.B. dem Schleswig-Holstein-Festival, dem Rolandseck-Festival, dem Verbier-Festival oder auch dem Perth International Arts Festival in Australien.

 

Internationale Anerkennung wird ihm durch seinen Einsatz für Neue Musik zuteil. Er pflegt eine enge Zusammenarbeit mit vielen zeitgenössischen Komponisten. Zu den Höhepunkten zählen die amerikanische Erstaufführung von Magnus Lindbergs „Kraft“ mit dem New York Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Alan Gilbert sowie die Uraufführung von Sven-Ingo Kochs „Doppelgänger“. Mit beiden Komponisten verbindet ihn eine tiefe künstlerische Freundschaft, die sich auch in weiteren Widmungen für Chen Halevi niedergeschlagen hat. Chen Halevi wurden auch einige Werke gewidmet, darunter ein Zyklus von Denis Cohen, „Nodus“ für Klarinette solo , “Ombre” für Klarinette und Elektronik, “Soft Machine” für Klarinette und Cello, “Les asperges de la lune” für Klarinette solo von Sven Ingo Koch und ein Klarinettentrio von Lior Navok.

 

Neben seiner Arbeit als Solist und Kammermusiker spielt Chen Halevi in zwei besonderen Gruppierungen: WindUnlimited und TangoFactory.

WindsUnlimited besteht aus einer internationalen Besetzung mit zwei Klarinetten, zwei Fagotten und zwei Hörnern. Das Ensemble widmet sich dem Holzbläser-Repertoire klassischer und romantischer Komponisten und spielt auf originalgetreuen Nachbauten von Instrumenten aus dem 18. und 19. Jahrhundert.

Mit dem Komponisten und Bandoneonspieler Marcelo Nisinman widmet sich Chen Halevi in der TangoFactory der Welt des Tangos. Neben zeitgenössischen Werken (oft aus der Feder von Marcelo Nisinman) widmen sie sich den Tangos von Piazzolla, Mendizabal und vielen anderen.

 

2007 hat Chen Halevi ClaRecord gegründet. Mit ClaRecords möchte er zeitgenössische Komponisten durch Auftragswerke und Aufnahmen unterstützen und zu Gehör bringen.

 

Derzeit arbeitet Chen Halevi an einer großen CD-Aufnahme, die eine Zusammenstellung der Klarinettenmusik des 20. Jahrhunderts präsentiert. Sie beinhaltet seine Auswahl an Sololiteratur, Kammermusik, Konzerten und elektronischen Werken, die die Art und Weise, wie wir die Klarinette heute sehen, verändert.

 

Eine weitere wichtige Komponente ist seine Arbeit als Lehrer. Er gilt als Pionier einer neuen Schule des Klarinettenspiels, und für ihn ist es ein wichtiges Thema, welchen Platz die Klarinette und ihre Spieler im 21. Jahrhundert einnehmen können. Diese Ansätze gibt er als Professor an der Hochschule für Musik in Trossingen und bei Meisterkursen rund um den Globus weiter.

José Gallardo (Klavier)

José Gallardo wurde 1970 in Buenos Aires in Argentinien geboren. Seit dem 5. Lebensjahr begann er mit Klavierunterricht, zunächst in Buenos Aires am Konservatorium. Später setzte er sein Studium bei Prof. Poldi Mildner im Fachbereich Musik der Universität Mainz fort. 1997 erhielt er sein Diplom. Während dieser Zeit entdeckte er schon seine Vorliebe für Kammermusik.

Musikalische Anregungen verdankt er Künstlern wie Menahem Pressler (Trio Beaux Arts, New York), Alfonso Montecino (Bloomington, Indiana), Karl-Heinz Kämmerling (Hannover), Sergiu Celibidache (München), Rosalyn Tureck (New York).

Er hat zahlreiche nationale und internationale Preise erhalten, u.a. errang er 1990 den 1. Preis beim Westfälischen Musikfestival in Hamm, 1991 wurde ihm der Johannes Gutenberg Preis der Universität Mainz verliehen, 1992 erhielt er den 1. Preis beim internationalen Klavierwettbewerb Cantú, Como (Italien) und 1995 gewann er den 1. Preis und den Preis der internationalen Pressejury zusammen mit der Cellistin Sung Hyun-Jung in Trapani (Sizilien).

Er wurde zu zahlreichen Festivals eingeladen, u.a. dem Kammermusikfestival in Lockenhaus, dem Asiago Festival in Italien, zu „Musik der Welt“ in Pforzheim, dem Cello Festival in Kronberg, den Schlossfestspielen in Zwingenberg, den Appenauer Kulturtagen, zu „Sandstein & Musik“ in Dresden, den Ludwigsburger Schlossfestspielen und dem Rheingau Musikfestival.

Er hat kammermusikalisch zusammengearbeitet mit Alberto Lysy, ständigem Partner des israelischen Percussionisten Chen Zimbalista, und Linus Roth, Natascha Korsakova, Friedemann Eichhorn, Sung Hyun-Jung, Julius Berger und Martin Dobner. Er konzertiert im In- und Ausland in Konzerthäusern wie der Berliner Philharmonie, der Tonhalle Zürich, der Musikhalle Hamburg, dem Kurhaus Wiesbaden, dem Teatro della Pergola Florenz und der Wigmore Hall London.

Er arbeitet bei vielen Meisterkursen mit Maxim Vengerov, Siegfried Palm, Bernard Greenhouse und Steven Isserlis zusammen. Anlässlich des 54. Unabhängigkeitstags des Staates Israel konzertierte er in der Philharmonie Berlin zusammen mit Chen Zimbalista.

In der Diskographie José Gallardos finden sich neben Sonaten für Klavier und Violine von Brahms auch unbekanntere Werke von Beethoven für Cello und Klavier, nicht so häufig gespielte Violinsonaten von Robert Schumann, die kompletten Sonaten und Werke von Mieczyslaw Weinberg sowie zwei CDs mit Tangos.

Von 1998 bis 2008 war José Gallardo Dozent im Fachbereich Musik der Universität Mainz tätig. Seit Herbst 2008 ist er im Rahmen des „Interdisziplinären Forums für künstlerische Interpretation“ am Leopold-Mozart-Zentrum, Universität Augsburg, tätig.

Natalia Lomeiko (Violine)

Natalia Lomeiko wurde in Novosibirsk alsTochter einer Musikerfamilie geboren. Sie studierte zunächst an der Musikhochschule in Novosibirsk bei Professor A. Gvozdev. Danach setzte sie ihre Studien unter Yehudi Menuhin, Professor N. Boyarskaya und Professor Hu Kun fort. Sie lebt heute in London und hat sich zu einer international bekannten und sehr vielseitigen Musikerin entwickelt. 2010 wurde Natalia Lomeiko als Professorin für Violine ans Royal College in London berufen.

Bereits im Alter von sieben Jahren gab sie ihr Debut mit dem Sinfonieorchester Novosibirsk. Seitdem ist sie mit vielen großen Orchestern in der ganzen Welt aufgetreten, unter anderem mit dem Royal Phiharmonic Orchestra, der Singapore Symphony, der New Zealand Symphony, der Auckland Philharmonia, der Melbourne Symphony, dem Tokyo Royal Philharmonic, den New European Strings, dem Moskauer State Chamber Orchestra und dem Russischen State Philharmonic Orchestra.

Natalia Lomeiko hat mit Dirigenten wie Yehudi Menuhin, Lionel Bringuier, Sir William Southgate, Vladimir Verbitsky und vielen anderen zusammen gearbeitet. Sie ist unter anderem in der Carnegie Hall, der Wigmore Hall, dem Barbican Centre und der Royal Festival Hall aufgetreten. Außerdem gilt ihr großes Interesse der Kammermusik: Neben Duospiel mit ihrem Mann, Yuri Zhislin, tritt sie regelmäßig mit Daishin Kashimoto, Amihai Grosz, Claudio Bohorquez, Katia Skanavi, Natalie Clein und Alexander Sitkovetsky auf. 2018 führten Konzertreisen sie unter anderem nach Neuseeland, Japan, Singapur und Spanien.

Nachdem Natalia Lomeiko bereits verschiedene Preise bei Wettbewerben wie dem Tibor-Varga-Violinwettbewerb, dem Tschaikovsky-Wettbewerb, dem Menuhin-Wettbewerb und dem Internationalen Stradivari-Wettbewerb gewonnen hatte, erhielt sie im Jahr 2000 die Goldmedaille und den ersten Preis im Premio Paganini International Violin Cempetition in Genua. Außerdem erlangte sie 2003 den ersten Preis beim Michael Hill Internationl Violin Competition in Auckland.

2003 wurde ihr Auftritt mit Paganinis Geige in Cremona von FONE live aufgenommen. Einspielungen der drei Violinsonaten von Grieg mit der Pianistin Olga Sitkovetsky sowie ihre CDs mit französischen Sonaten, Aufnahmen mit ihrem Mann Yuri Zhislin und ihre neuesten Einspielungen von Prokofievs Musik erhielten ausgezeichnete Kritiken.

Boris Brovtzyn (Violine)

Boris Brovtzyn wurde 1977 geboren und studierte bei Maya Glezarova am Tschaikowsky-Konservatorium in Moskau. Schon während seiner Studienzeit wurde er in internationalen Wettbewerben gefeiert, darunter dem Georg Kulenkampf-Wettbewerb 1994 in Köln, dem Transnet-Wettbewerb 1996 in Pretoria und dem Yehudi-Menuhin-Wettbewerb 1998. 1999 schloss Boris Brovtzyn seine Studien mit höchster Auszeichnung ab.

1998 gab er mit dem BBC Philharmonic Orchestra unter Rumon Gamba sein Debut in England. 2000 wurde er Student von David Takeno an der Guildhall School of Music, wo er 2004 mit der Gold-Medaille die höchste Auszeichnung der Guildhall School of Music gewann.

2001 war Boris Brovtzyn im Finale des Queen-Elizabeth-Violinwettbewerbs und gewann den Reuters-Preis. Im darauffolgenden Jahr gewann er den Tibor-Varga-Violinwettbewerb. Boris Brovtzyn ist bereits mit vielen namhaften Orchestern aufgetreten, darunter dem Orchestre Philharmonique de Strasbourg, dem BBC Scottish Symphony Orchestra, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, dem Sinfonieorchester Basel, der Warschauer Philharmonie, dem Moskauer Staatsorchester, dem Sao Paulo Symphony Orchestra und dem Utah Symphony Orchestra.

Weiterhin tritt Boris Brovtzyn regelmäßig bei Festivals auf, unter anderen dem Verbier Festival, dem Lugano Festival, dem Edinburgh Festival, dem Oxford Chamber Music Festival, dem Ryedale Festival, dem Genius of the Violin Festival und dem George Enescu Festival.

Auch in Kammermusikkonzerten ist Boris Brovtzyn regelmäßig zu hören und spielt dort mit Kollegen, wie Janine Jansen, Maxim Rysanov, Amihai Grosz, Boris Andrianov, Anastasia Voltchok, Demos Matsuev und Alexei Ogrintchouk zusammen.

Als Solist hat Boris Brovtzyn bereits mit zahlreichen namhaften Dirigenten zusammen gearbeitet, darunter Sir Neville Marriner, Yuri Bashmet, Marek Janowki, Neeme Järvi, Louis Langrée, Yan Pascal Tortelier, Gilbert Varga, Antoni Wit, Alexander Lazarev, Vassily Sinaisky, Vladimir Fedoseev, Alain Lombard und Arvo Volmer.

Momo Hiber (Violine)

Mohamed Hiber wurde 1995 in Paris geboren und erlernte sein Instrument ab dem siebten Lebensjahr. 2006 bis 2011 studierte er in Paris bei Bertrand Cervera und Jean Lenert. 2012 wurde er für die Geigenklasse von Svetlin Roussev am Pariser Konservatorium ausgewählt. Seit einigen Jahren studiert er bei Prof. Ana Chumachenco, zunächst am Escuela Superior de Música Reina Sofía in Madrid und dann an der Münchner Hochschule für Musik. Während seiner Zeit in Madrid arbeitete er auch mit Zohrab Tadevosyan zusammen. Er gewann den ersten Preis für den besten Studenten in der Klasse von A. Chumachenco. Daneben bekam er weitere Preise für das beste Quartett und das beste Kammermusikensemble.

 

Im März 2017 gewann er den 3. Preis beim Internationalen Musikwettbewerb in Marokko. In der französischen Stadt Grenoble bekam er den Publikumspreis für den besten Vortrag. Daraufhin wurde er von Fredéric Lodéon eingeladen, öffentlich bei der Lifeaufnahme „Carrefour de l'Odéon“ beim französischen Klassiksender zu spielen. Außerdem hat er erste Preise beim 5. Violinwettbewerb des Nordens in Sibirien und beim Flame-Wettbewerb in Paris erhalten.

 

Seit er 2010 von Daniel Barenboim eingeladen wurde, spielt er regelmäßig mit dem West-Eastern Divan Orchester in den großen Konzerthallen der Welt.

 

In der Konzertsaison 2018 gab es gleich mehrere Höhepunkte für den jungen Geiger: In Madrid spielte Mohamed Hiber mit der berühmten Geigerin Anne-Sophie Mutter das Doppelkonzert von J.S. Bach. In Frankreich trat er mit dem Occitania Kammerorchester auf. In München spielte er Lalos „Symphonie espagnole“ und in Ungarn trat er mit dem Orchestra Danubia auf. Als Solist ist er weiterhin mit dem London Symphony Orchestra, dem Royal Chamber Orchestra of Wallonia, dem tschechischen Philharmonischen Orchester, dem Prométhée Orchestre und dem russischen Jugendsinfonieorchester aufgetreten. Außerdem spielte er unter der Leitung von Neeme Järvi beim Gstaad Festival in der Schweiz.

 

Mohamed Hiber ist auch ein leidenschaftlicher und erfahrener Kammermusiker und ist bereits bei zahlreichen Festivals dabei gewesen, z. B. beim Jerusalem International Chamber Music Festival, beim Osterfestival in Aix-en-Provence, beim Rolandseck Festival und beim Mozarteum Festival in Salzburg. Zu seinen musikalischen Partnern gehören unter anderen Yuri Bashmet und Daishin Kashimoto. Gemeinsam mit Laura Szabo (Cello) und Victoria Vassilenko (Klavier) hat er das Elyon Trio gegründet. Kürzlich nahm er an Meisterkursen von Gidon Kremer in Kronberg teil. Er hat auch schon mit Lorin Maazel, Uahkar Bron und Arabella Steinbacher zusammen gearbeitet.

 

Mohammed Hiber wird von der französischen Gesellschaft Colas gesponsort und spielt eine Violine, die von Yuri Pochekin gefertigt wurde.

© A. Poupel

Gareth Lubbe (Viola)

Prof. Gareth Lubbe, geb. 1976 in Johannesburg, Südafrika, erhielt seine erste musikalische Ausbildung an Klavier und Geige im Alter von vier Jahren. Nur fünf Jahre später gab er in Johannesburg als Geiger sein Debut mit Orchester. Es folgten zahlreiche Preise bei regionalen und nationalen Wettbewerben. Darüber hinaus konzertierte er als Pianist mit dem Radiosymphonieorchester von Südafrika und dirigierte das Johannesburger Symphonieorchester.


Von 1995 bis 2001 folgten ein Violinstudium an der Musikhochschule Köln und Kammermusikstudien beim Alban Berg Quartett. Nach dem Diplom schloss er ein Violastudium bei Barbara Westphal an der Musikhochschule Lübeck an.
2006 und 2007 war Gareth Lubbe Solobratscher in der Königlich Flämischen Philharmonie in Antwerpen unter Phillippe Herreweghe, bevor er nach Leipzig ging, wo er als Solobratscher im Gewandhausorchester und als Dozent im Hauptfach Viola an der Musikhochschule tätig war.
 
Lubbe gastiert solistisch und als Kammermusiker weltweit. Er folgte Einladungen des Mahler Chamber Orchestra als Solobratscher, mit dem er unter Dirigenten wie Claudio Abbado und Daniel Harding regelmäßig konzertierte. Darüber hinaus ergaben sich vor allem auf dem Gebiet der Kammermusik immer wieder neue Kontakte zu Partnern wie Claudio Bohorquez, Daishin Kashimoto, Alexander Lonquich, Fazil Say, Adrian Brendel und Baiba Skride.


Seit 1996 pflegt Gareth Lubbe eine intensive Zusammenarbeit mit dem neuseeländischen Multiinstrumentalisten und Komponisten Hayden Chisholm, mit dem er seitdem in zahlreichen Teilen der Welt aufgetreten ist. Es folgten Kompositionsaufträge des Deutschen Schauspielhauses Hamburg sowie Arbeiten mit der Künstlerin Rebecca Horn. Lubbe war auch Mitglied im Ensemble „Gelber Klang", in Europa bekannt für die Interpretation zeitgenössischer Werke und für Improvisationsworkshops mit jungen Musikern. Zusammen mit seinem Trio “Doha” mit dem Cellisten Claudio Bohorquez und Hayden Chisholm spielte er ein Album zugunsten der “Großen Stupa von Dharmakaya” in den Rocky Mountains, Colorado, ein.


Darüber hinaus tritt Gareth Lubbe weltweit als gefeierter Obertonsänger auf und leitet Workshops. Im Jahr 2005 folgte er einer Einladung des Goethe-Instituts zu einem Auftritt beim ethnischen Festival in den Altaybergen Südsibiriens, wo diese Art der polyphonen Vokaltechnik ein lebendiges Element der Volksmusik ist.

Gareth Lubbe wurde im April 2013 zum Professor für Viola an die Folkwang Universität der Künste in Essen berufen.

Konstantin Sellheim (Viola)

Konstantin Sellheim gehört zu den gefragtesten Bratschern seiner Generation. Er ist Mitglied der Münchner Philharmoniker, lehrte viele Jahre als Assistent von Prof. Hartmut Rohde an der Universität der Künste Berlin und ist auch als Kammermusiker weltweit unterwegs. Sein Viola-Studium führte ihn 1996 zu Volker Worlitzsch, NDR Radiophilharmonie Hannover, 1999 zu Hartmut Rohde, Universität der Künste Berlin und 2004 zu Nobuko Imai in Amsterdam und Wilfried Strehle, Berliner Philharmoniker. Konstantin Sellheim ist darüber hinaus Dozent internationaler Meisterkurse für Viola und Preisträger bedeutender internationaler Wettbewerbe. Besonders hervorzuheben sind der "Internationale Max-Rostal-Wettbewerb Berlin" (2004) und der "Internationale Brahms-Wettbewerb Pörtschach, Österreich" (2002). Er konzertiert regelmäßig bei wichtigen internationalen Festivals, wie den "Mahler- Festwochen Toblach", den "Berliner Festwochen", den "Wiener Festwochen" sowie dem „Beethovenfest Bonn“. Auch solistisch trat er bereits früh in Erscheinung, unter anderem mit den Hamburger Symphonikern.

Konzertreisen führten ihn durch Europa, die USA und Israel bis nach Japan, Korea und China. Ab 2004 folgte das Engagement bei der Staatskapelle Berlin unter der Leitung von Daniel Barenboim.

Seit 2006 ist Konstantin Sellheim nun Mitglied der Münchner Philharmoniker, engagiert sich dort zudem im Orchestervorstand und übt in der Akademie des Orchesters weitere Lehrtätigkeiten aus.

Zu seinen Kammermusikpartnern gehören neben Katharina Sellheim (Duo Sellheim) auch Michael Schade, Giora Feidman, Igor Levit sowie Gautier Capucon, Martin Stadtfeld, Helmut Deutsch und Michael Barenboim.

Mit dem Philharmonischen Streichquartett München konzertiert er in Deutschland, Europa und den USA und war 2013 und 2014 zu Gast bei der Barenboim-Said-Foundation in Palästina und Israel zur musikalischen Vermittlung zwischen Israelis und Palästinensern.

Er ist darüber hinaus Gründer und Mitglied des Tertis Viola Ensembles, des Violaquartettes der Münchner Philharmoniker, dessen Debüt-CD im Frühjahr 2011 bei OehmsClassics erschienen ist.

Mit seiner Schwester Katharina bildet er das Duo Sellheim, dessen erste CD Anfang 2013 mit einer vielbeachteten Ersteinspielung der Fantasiestücke von Robert Schumann für Viola und Klavier beim Label Musicaphon erschien. Funk- und Fernsehauftritte bei mehreren Sendern runden das Bild des Künstlers ab.

Quelle: https://www.mphil.de/personen/konstantin-sellheim.htm

Claudio Bohórquez (Violoncello)

Der in Deutschland geborene Cellist peruanisch-uruguayischer Abstammung zählt zu den gefragtesten Musikern seines Instrumentes. Als Schüler von Boris Pergamenschikow war Claudio Bohórquez schon früh bei internationalen Wettbewerben erfolgreich. Dies gipfelte im Jahr 2000 mit dem Gewinn beim erstmals ausgetragenen Internationalen Pablo-Casals-Wettbewerb der Kronberg Academy: Neben dem Grand Prix und dem Sonderpreis für die beste Kammermusikinterpretation erhielt Claudio Bohórquez aus der Hand von Marta Casals Istomin das Goffriller-Cello von Pablo Casals als zweijährige Leihgabe. Beim Internationalen Musikwettbewerb in Genf errang er zudem den 1. Preis, der den Beginn seiner Karriere als Solist markierte.

Inzwischen unterrichtet Claudio Bohórquez selbst: Von 2011 bis 2016 war er Professor an der Musikhochschule Stuttgart. Im September 2016 wurde er an die Hochschule für Musik "Hanns Eisler" Berlin berufen, an der er bereits seit 2003 immer wieder als Gastprofessor unterrichtet hatte.

Claudio Bohórquez trat mit fast allen deutschen Rundfunkorchestern, namhaften sächsischen Orchestern und weiteren Orchestern in Heilbronn, Wien, Basel, Paris, Toulouse, Zürich, der Academy of St. Martin in the Fields, der Tschechischen Philharmonie, dem Russischen Nationalorchester und den Warschauer Philharmonikern auf.

Claudio Bohórquez arbeitete bisher mit namhaften Dirigenten, u.a. Daniel Barenboim, Christoph Eschenbach, Sir Neville Marriner und Krzysztof Penderecki. Er ist bei zahlreichen Festivals u.a. in Puerto Rico, London oder Warschau zu Gast.

Konzertreisen führten ihn schon mehrfach in die USA, nach Finnland, Warschau oder auch nach Japan, da z.B. auch für Trioabende mit Daishin Kashimoto, Violine, und Yu Kosuge, Klavier.

Neben zahlreichen CD-Einspielungen, Rundfunkaufnahmen und Fernsehauftritten wirkte Claudio Bohórquez als Interpret für den Soundtrack von Paul Englishby zum Film "Ten Minutes Older – The Cello" mit, der weltweit in den Kinos zu sehen war. Gemeinsam mit dem Maler Klaus-Peter Kirchner entwickelte Claudio Bohórquez das Installations-Projekt "Raum für Pablo Casals" als Hommage an diesen großen Cellisten. Im Juli 2018 erschien bei Berlin Classics eine neue CD mit den Sonaten von Johannes Brahms und einigen Bonustracks gemeinsam mit Claudio Bohórquez‘ Duo-Partner Péter Nagy. Diese CD ist für den Preis der Deutschen Schallplattenkritik nominiert.

Seit der Saison 2017/18 ist Claudio Bohórquez künstlerischer Leiter der Schlosskonzerte und Konzerttage Winnenden.

Claudio Bohórquez spielt ein Violoncello von G. B. Rogeri, das ihm von der Landeskreditbank Baden-Württemberg zur Verfügung gestellt wird.