Aktuelles
Rückblick auf den Besuch der polnischen Austauschschülerinnen und -schüler aus Wróclaw (13.04.-19.04.)
von Christian Bode
Der Besuch stand unter dem gemeinsamen Projektthema „Regionale deutsch-polnische Begegnungen und Beziehungen in der Nachkriegszeit“. Das Projekt wurde vom Deutsch-Polnischen Jugendwerk finanziell unterstützt.
Neben der Teilnahme am regulären Unterricht stand vor allem die gemeinsame Projektarbeit unter dem oben genannten Titel auf dem Programm. So wurde beispielsweise am Dienstag die Forschungsstelle Europa der Universität Bremen besucht und in diesem Zusammenhang Archivarbeit zur Solidarnosc-Bewegung betrieben. Ferner gab es am Folgetag ein Gespräch mit Mitgliedern der Deutsch-Polnischen Gesellschaft im Ratssaal des Doms. Diese Programmpunkte ermöglichten den Jugendlichen spannende Einblicke in historische und aktuelle deutsch-polnische Beziehungen.
Darüber hinaus kamen die deutschen und polnischen Schülerinnen und Schüler in den Genuss, eine Stadtführung mit Dombesichtigung, eine Hafenrundfahrt auf der Weser sowie einen gemeinsamen Kinobesuch des zum Programm passenden Films „Winter of the Crow“ zu unternehmen. Sport- und Freizeitangebote und ein gemeinsamer Grillnachmittag mit Mini-Golf rundeten das Programm ab.
Die Ergebnisse der gemeinsamen historischen Projektarbeit wurden am Ende der Woche in Form von selbsterstellten Filmen präsentiert. Dabei wurde nicht nur fachliches Wissen vertieft, sondern auch Teamarbeit über Sprach- und Kulturgrenzen hinweg erprobt.
Der Austausch hat in besonderer Weise zur Förderung der interkulturellen Kommunikation und Kompetenz beigetragen. Die Schülerinnen und Schüler konnten kulturelle Unterschiede und Gemeinsamkeiten entdecken und Vorurteile abbauen. Gerade durch das Zusammenleben in den Gastfamilien entstanden viele persönliche Begegnungen, die von Offenheit, Neugier und gegenseitigem Respekt geprägt waren. Das familiäre Zusammenleben wurde von allen Beteiligten als sehr gelungen wahrgenommen und trug wesentlich zum positiven Gesamteindruck des Austauschs bei. Umso größer ist nun die Vorfreude auf das Wiedersehen beim Rückbesuch in Wrocław im Juni, bei dem die gemeinsamen Erfahrungen weiter vertieft werden sollen.

