UNESCO-Schule besucht UNESCO-Weltkulturerbe

Siebtklässler des Domgymnasiums vom Besuch der Kaiserpfalz
und vom Einfahren in den Rammelsberg in Goslar begeistert

Geschichts-und Geografieunterricht an außerschulischen Lernorten hieß am Montag die Devise für die 7S2 und 7L1 kurz vor den ersehnten Sommerferien. Unter der Leitung der Lehrkräfte StR Axel Ravens und des OStR Dietmar Hegerfeld lernten die Klassen Goslar als Wirtschaftsmetropole des Hochmittelalters kennen.

Gelegen an dem Fernhandelsweg Brügge-Magdeburg-Nowgorod gelangte die Stadt aufgrund der Metall- und Silbervorkommen zu wirtschaftlicher Blüte. An keinem Ort des ehemaligen Heiligen römischen Reiches deutscher Nation wurden mehr Münzen geprägt. Urkunden aus dem Spätmittelalter belegten, dass aus 1Tonne Erz durchschnittlich 34 Gramm Silber gewonnen wurden. Den Schülern wurde aber auch die gefährliche Arbeit der Bergleute vor Augen geführt. Nicht umsonst hieß der Gruß „Glück auf“ vor dem Einfahren in die Stollen. Ihre Witwen lebten mit den Kindern im Armenhaus. 1848 bekamen sie einen echten Groschen und fünf Pfennige pro Monat an Almosen. Dafür war zu damaliger Zeit nicht einmal ein Roggenbrot erhältlich. Die Mühsal und die geringe Entlohnung waren das eine, die Arbeitszeit im Jahr 1900 von 51 Stunden in der Woche belegten die hohe Belastung der Männer, die durchschnittlich nach Aufzeichnungen nur ein Lebensalter von 34 erreichten – und das mit Beginn des 20. Jahrhunderts.