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Astronomiefahrt nach Heidelberg

Gruppenbild Astronomiefahrt
Nachbesprechung am Freitag, dem 3.9.2010, 19.30 Uhr, EDV-Raum

Fahrt der Astronomie-AG des Domgymnasiums nach Mannheim, Heidelberg und Darmstadt

Anläßlich des 45-jährigen Jubiläums der Astronomie-AG am Domgymnasium Verden fuhren die Lehrkräfte Frau Heumann und Herr Warkenthin mit 18 Schülerinnen und Schülern vom 23.August 2010 bis 27.August 2010 nach Baden- Württemberg, um dort astronomische Einrichtungen zu besichtigen. Mitfahren durften auch Schüler der Physik-AG und Jugendliche, die bei Wettbewerben in Mathematik oder Chemie gute Ergebnisse erzielt haben.

Am Dienstag ging es mit der Deutschen Bundesbahn zunächst nach Mannheim, wo die Gruppe die verschiedenen Abteilungen des „Museums für Technologie und Arbeit“ kennenlernte. Es gab dort auch ein Modell der alten Mannheimer Sternwarte, die von dem bekannten Astronomen C. Mayr 1774 gegründet wurde. Anschließend schaute sich die Gruppe im Großplanetarium die Multivisions-Schau „ALMA – die Suche nach unseren kosmischen Ursprüngen“ an. Bei diesem Projekt werden in der chilenischen Atacama-Wüste 50 riesige Antennen zusammengeschaltet, die wie ein einziges 16 km großes Radioteleskop wirken. Am Abend traf die Gruppe in der Heidelberger Jugendherberge ein, in der dreimal übernachtet wurde.

Am Mittwoch fuhr die Gruppe morgens mit der Bergbahn auf den „Königsstuhl“, einen etwa 500 m hohen Berg. Dort fand zunächst eine sehr interessante Führung im Max-Plank-Institut für Astronomie (MPIA), wo etwa 300 Wissenschaftler arbeiten. Herr Porth zeigte der Gruppe u.a. auch die Werkstätten für Elektronik und Feinwerktechnik . Besonders beeindruckend war das Kryosat-Labor, wo getestet wird, ob Materialien für die extremen Bedingungen im Weltall von unter 200 Grad geeignet sind. Nach der Mittagspause fand in der „Astronomieschule“ ein Workshop zur Infrarotastronomie statt. Frau Scorza berichtete über Fernrohre, die in Flugzeuge eingebaut wurden, speziell über das Projekt „SOFIA“. Herr Fischer hatte mehrere Stationen mit Kameras usw. vorbereitet, an denen die die Schüler durch Experimente verschiedene Aufgaben lösen sollten. Am Nachmittag gab es eine Stadtführung mit dem Schwerpunkt „Heidelberg als Universitätsstadt“. Unter anderem wurde eine Sonderausstellung mit Fernrohren, Sextanten und wertvollen „himmlischen Büchern“, u.a. ein Original von Johannes Kepler, angeschaut.

Am Donnerstag fuhr die Gruppe morgens mit dem Bus auf den „Königsstuhl“, um die frühere Landessternwarte von Baden-Württemberg zu besichtigen. Im Verlauf der Führung zeigte uns Frau Schwemmer das „Bruce-Teleskop“, einen photographischen Doppelrefraktor mit einer Brennweite von jeweils 200 mm, sowie ein Cassegrain-Spiegelteleskop mit einem Spiegeldurchmesser von 70 cm. Anschließend erläuterte sie verschiedene Forschungsprojekte wie z.B. „Lucifer“, informierte über das fliegende Weltraumteleskop „Herschel“ und berichtete über die Observatorien auf dem „Calar alto“ in Spanien. Sowie das „Very large telescope“ (VLT) in Chile . Am Nachmittag war die Gruppe im „Astronomischen Recheninstitut“ (ARI) zu Gast, wo Herr Thimm die Aufgaben der Großrechner erklärte und über den Beruf des Astronomen informierte. Danach erläuterte Herr Altmann sehr engagiert über das Projekt „Gaia“. Ab 2012 sollen 5 Milliarden Sterne vermessen werden und ein dreidimensionales Abbild unserer Milchstraße entstehen.

Am Freitag fuhr die Gruppe mit dem Zug nach Darmstadt weiter, wo die Schülerinnen und Schüler bei einem Stadtrundgang u.a. die Universität, das Kongresszentrum und das Schloss kennenlernten. Nach der Mittagspause durfte die Gruppe das Gelände des „European space operating center“ (ESOC) der europäischen Weltraumorganisation ESA besichtigen, wo strenge Sicherheitsbestimmungen gelten. Herr Matthes erklärte anhand von Modellen verschiedener Satelliten wie „Herschel“ oder „Mars Express“ deren Bauweise und Aufgaben. Die Kontrollräume dürfen zwar nur von Mitarbeitern betreten werden, die Besucher können aber durch die Glasscheiben die üppige Ausstattung mit Computern, Großmonitoren etc. anschauen. Zum Schluß informierte uns Herr Kresken über Kometen allgemein und die für 2014 geplante Landung des Satelliten „Rosetta“ auf einem Kometen von nur 10 bzw. 15 km Durchmesser. Mit vielen neuen Eindrücken traf die Gruppe des Domgymnasiums gut gelaunt am Freitag um 21.15 Uhr mit dem Zug wieder in Verden ein.